World's Best in Blues | Groove Now Blues Weeks Basel

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25.05.2026

«Ich würde am liebsten jedes Jahr in Basel spielen» (BaZ-Artikel von Lukas Hausendorf)


Lukas Hausendorf
Publiziert: 25.05.2026

Die Groove Now Blues Weeks feiern dieses Jahr mehrere Tribute, und Stammgast Mike Zito würde gerne noch öfter nach Basel kommen.

Link zum Artikel:
https://www.bazonline.ch/groove-now-blues-weeks-chicago-blues-stars-in-basel-390606121614

 

«Im Laufe der Jahre habe ich an einigen tollen Orten gespielt. Ein Museum war bisher nicht darunter», sagt Nick Moss. Der Chicagoer Gitarrist und Bandleader wird als einer der wichtigsten zeitgenössischen Vertreter des Chicago Blues gehandelt. Moss spielt also in der Tradition von Howlin’ Wolf, Buddy Guy oder Muddy Waters. Und er eröffnet die diesjährige Ausgabe der Groove Now Blues Weeks im Basler Antikenmuseum, dem diesjährigen Austragungsort des Festivals. Der Amerikaner ist gleich für drei Nächte gebucht, für drei verschiedene Konzertabende.

Das hat bei Groove Now System. Veranstalter Patrick Kaiser pflegt mit vielen der auftretenden Stars seit vielen Jahren enge Beziehungen. Nach dem Auftaktkonzert mit seiner All-Star-Band mit Willy Jordan, Andrew Duncanson und Bob Welsh widmet er sich am Samstag dem Back Porch Blues. Hier wird Reduktion zum Stilmittel. Rustikal, laid-back, als wäre man bei einem Hinterhofjam dabei. Und schliesslich huldigt Moss am Sonntag mit einer Chicago Blues Revue den Urvätern dieses Genres mit dem spanischen Mundharmonika­virtuosen Victor Puertas.

Für gleich drei Abende am ersten Juniwochenende wird auch Victor Wainwright eingeflogen, der am 4. Juni mit Southern Hospitality deren einziges Europakonzert in Europa spielt. Die Supergroup besteht aus Damon Fowler, J. P. Soars und Victor Wainwright – drei Schwergewichten der Südstaatenmusik, die bereits zwei gefeierte Alben veröffentlicht haben. Wainwright steht dann auch im Zentrum des zweiten Abends, an dem das legendäre Abschiedskonzert «The Last Waltz» von The Band performt wird. Martin Scorsese machte daraus einen zeitlosen Konzertfilm. Die 1976 in San Francisco gespielten Welthits wie «The Night They Drove Old Dixie Down» oder «Up On Cripple Creek» werden einmalig im Antikenmuseum aufgeführt. Am Samstag schliesslich beschliesst der Grammy-nominierte (2019, Best Contemporary Blues Album) Pianist Wainwright sein Basler Gastspiel mit seiner Band The Train.

Das dritte Wochenende gehört dann einem Groove-Now-Stammgast: Mike Zito. Seit 2010 tritt er im Zweijahresrhythmus in Basel auf und ist gewissermassen mit dem Festival gewachsen. «Ich würde am liebsten jedes Jahr hier spielen», sagt Zito. Er freue sich schon auf das Essen, die vertrauten Gesichter und darauf, durch die schöne Stadt zu schlendern. Mit Sugaray Rayford spielt der Gitarrist am 12. Juni einen Tribut an Otis Redding, und dann huldigt er tags darauf noch Creedence Clearwater Revival, ehe er am Samstag mit den Blues Giants und Albert Castiglia, Sugaray Rayford und Jimmy Carpenter den Schlusspunkt des Festivals setzt. Es ist zugleich auch die Abschiedsshow der Blues Giants.


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